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Bericht: Große deutsche Privatradios wollen noch viele Jahre auf UKW senden
Immer wieder gibt es aus der Politik Bestrebungen, den analogen UKW-Hörfunk auslaufen zu lassen oder mit Einschränkungen zu belegen, etwa frei werdende UKW-Frequenzen nicht mehr neu auszuschreiben. Vor allem die großen, deutschen Privatradios wehren sich weiter mit Händen und Füßen dagegen. Das geht aus Stellungnahmen von Sendern auf politische Entscheidungen oder Wahlprogramme von politischen Parteien zu Landtagswahlen hervor. Das Branchenmagazon teltarif.de bekam vor kurzem Einblick in solche Statements, deren Textpassagen auch in Positionspapieren des Privatfunkverbandes Vaunet zu finden seien. (Link dazu: https://www.teltarif.de/radio-ukw-dab-verbreitung-privatfunk/news/103357.html )
In diesen heißt es, dass trotz vielfältiger digitaler Empfangsmöglichkeiten für die Privatradios UKW der Übertragungsweg mit der höchsten wirtschaftlichen Relevanz bleibe. Millionen Menschen schalteten ihr gewohntes UKW-Radio ein, um sich zu informieren – auch in Katastrophenfällen -, um Orientierung zu finden und lokale Verbundenheit zu erleben. UKW sei der wichtigste Teil der alltäglichen Infrastruktur der Länder und sichere damit ein Stück regionale Identität und vertrauenswürdige Information.
UKW müsse daher langfristig und noch für viele Jahre sichergestellt sein, um die enorme Vielfalt von Radio in Deutschland und den Zugang zu vertrauenswürdigen Medien zu bewahren. Damit werde am Ende auch die Demokratie geschützt.
Eine Abschaltung von UKW und andere Einschränkungen des Zugangs zu Frequenzen hätte drastische Auswirkungen auf das duale Hörfunksystem in seiner Gesamtheit. Es würden die Investitionssicherheit der privaten Radiounternehmen und die Stabilität des Gesamtmarktes bis hin zum Bestand der vielfältigen privaten Hörfunklandschaft gefährdet. Schon alleine die Ankündigung einer geplanten Abschaltung von UKW habe unmittelbar wirtschaftliche Nachteile für die werbefinanzierten privaten Hörfunksender.
Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise und rückläufiger Werbeeinnahmen sei laut teltarif.de fraglich, ob sich viele Veranstalter noch lange einen Simulcast aus UKW und DAB+ leisten können. Zumindest bei den großen Privatradios schiene es, als würde im Notfall bei der Terrestrik wieder alleine auf UKW als Verbreitungsweg gesetzt. Andererseits seien einige Veranstalter auch schon aus UKW wieder ausgestiegen.
Wed, 06. May 2026
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