• Rheinland-Pfalz-Report von Rhein-Zeitung und RPR1. wird fortgesetzt
    Was macht die Menschen in Rheinland-Pfalz glücklich? Wie groß ist das Vertrauen in Politik und Gesellschaft? Und welche Themen bewegen die Menschen zwischen Westpfalz, Pfalz, Eifel, Hunsrück, Mosel und Mittelrhein wirklich?

    Vor einem Jahr haben Rhein-Zeitung und RPR1. beschlossen, genau zuzuhören. Gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut IFAK entstand daraus der Rheinland-Pfalz-Report – eine der größten fortlaufenden Befragungen zur Stimmung, Lebensqualität und Zukunftserwartung der Menschen im Land.

    Insgesamt wurden bislang 4.176 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer befragt. Die bisherigen Ergebnisse zeigen ein Bundesland mit starker regionaler Identität, hohem gesellschaftlichem Zusammenhalt und einer bemerkenswerten Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimat.

    50 Prozent der Befragten fühlen sich Rheinland-Pfalz eng verbunden, 51 Prozent identifizieren sich besonders mit ihrem Wohnort. Am stärksten ausgeprägt ist die Verbundenheit mit der eigenen Region: 59 Prozent sehen diese als ihren wichtigsten Identifikationsraum. Besonders bemerkenswert: 79 Prozent geben an, nicht lieber in einem anderen Bundesland leben zu wollen.

    Auch der gesellschaftliche Zusammenhalt fällt bemerkenswert hoch aus. 79 Prozent der Befragten vertrauen ihrer Nachbarschaft. Gleichzeitig engagieren sich 37 Prozent ehrenamtlich in Vereinen, sozialen Einrichtungen, Feuerwehren, Rettungsdiensten oder anderen Organisationen. In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen liegt die Engagementquote sogar bei 45 Prozent und damit höher als in jeder anderen Altersgruppe.

    Gerade dieser Kontrast macht die Ergebnisse besonders interessant: Trotz der hohen Verbundenheit mit ihrer Heimat und des großen Vertrauens in die Menschen vor Ort sehen viele Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer durchaus Handlungsbedarf. 35 Prozent berichten von einer Verschlechterung ihrer persönlichen wirtschaftlichen Lage in den vergangenen Monaten. Während 79 Prozent ihrer Nachbarschaft vertrauen, geben nur 45 Prozent an, sich im öffentlichen Raum sicher zu fühlen. Im öffentlichen Nahverkehr sinkt dieser Wert sogar auf 40 Prozent. Auch bei der Bewertung der Lebensqualität in den Städten zeigen sich deutliche Unterschiede.

    Die Daten zeichnen damit kein idealisiertes, sondern ein differenziertes Bild des Landes: Auf der einen Seite stehen eine starke regionale Identität, hohes ehrenamtliches Engagement und großes Vertrauen in das direkte gesellschaftliche Umfeld. Auf der anderen Seite formulieren die Bürgerinnen und Bürger klare Erwartungen an Politik und Gesellschaft – insbesondere bei den Themen Wirtschaft, Sicherheit, Infrastruktur und kommunale Entwicklung.

    Nach dem erfolgreichen Start wird der Rheinland-Pfalz-Report nun fortgesetzt. Ziel bleibt es, den Menschen im Land eine Stimme zu geben und sichtbar zu machen, welche Themen Rheinland-Pfalz bewegen.

    Andreas Holz, Programmchef von RPR1., sagt: „Wir haben bewusst entschieden, dieses Projekt fortzuführen. Die Erfahrungen des vergangenen Jahres haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, den Menschen zuzuhören. Der Rheinland-Pfalz-Report macht sichtbar, was die Menschen beschäftigt, worauf sie stolz sind und wo sie sich Veränderungen wünschen. Die Ergebnisse liefern weit mehr als Zahlen – sie geben Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Menschen in unserem Land. Genau darin liegt der Wert dieses Projekts für Rheinland-Pfalz.“

    Lars Hennemann, Chefredakteur der Rhein-Zeitung, erklärt: „Glück ist eine brettharte Währung. Der Rheinland-Pfalz-Report zeigt, dass die Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, sich einzubringen und ihre Heimat mitzugestalten. Gleichzeitig erwarten sie, dass Politik ihren Teil des Gemeinschaftsvertrags erfüllt – mit funktionierenden Schulen, Kitas, Mobilität, Sicherheit und einer Infrastruktur, auf die Verlass ist. Wer Verantwortung trägt, sollte genau hinhören.“

    Ein weiteres zentrales Ergebnis: Die Menschen interessieren sich für Politik und gesellschaftliche Entwicklungen. Mehr als 80 Prozent der Befragten gaben an, sich für politische Themen beziehungsweise die Landtagswahl zu interessieren. Von Politikverdrossenheit kann keine Rede sein. Stattdessen zeigt der Rheinland-Pfalz-Report ein Land, dessen Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich einzubringen – und das zugleich konkrete Erwartungen an die Zukunft formuliert.

    Mit der Fortsetzung des Rheinland-Pfalz-Reports wollen Rhein-Zeitung und RPR1. diese Entwicklungen weiter begleiten und sichtbar machen. Ziel bleibt es, den Menschen im Land eine Stimme zu geben und die Themen sichtbar zu machen, die Rheinland-Pfalz bewegen.

    Der Rheinland-Pfalz-Report ist ein gemeinsames Projekt von Rhein-Zeitung, RPR1. und dem Meinungsforschungsinstitut IFAK. Die Befragungen werden regelmäßig durchgeführt und journalistisch ausgewertet. www.rpr1.de


    Tue, 23. Jun 2026




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