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TV-Streaming überholt erstmals Kabel als meistgenutzten Empfangsweg
2026 markiert einen Wendepunkt für die TV-Nutzung in Deutschland: Erstmals empfängt eine Mehrheit der Haushalte Fernsehen über das Internet. Wie der aktuelle Zattoo TV-Streaming-Report 2026 zeigt, verlieren klassische Empfangswege wie Kabel und Satellit weiter an Bedeutung, während der TV-Empfang über das Internet deutlich zulegt. Besonders bemerkenswert: 54 Prozent nutzen dafür IPTV oder TV-Streaming-Dienste. TV-Streaming (OTT) löst dabei Kabel als wichtigste einzelne Empfangsart ab.
TV-Streaming erstmals meistgenutzter Empfangsweg in Deutschland
Inzwischen nutzen 54 Prozent der Haushalte Fernsehen über das Internet (Mehrfachnennungen möglich). Dabei gaben 21 Prozent an, IPTV zu nutzen und 33 Prozent wählten TV-Streaming-Dienste. Klassische Empfangswege verlieren demgegenüber leicht an Bedeutung: Kabel liegt zwar unverändert bei 28 Prozent, Satellit sinkt jedoch leicht auf ebenfalls 28 Prozent. Damit erreicht TV-Empfang über das Internet einen neuen Höchstwert (2025: 45 %) und ist erstmals der meistgenutzte TV-Empfangsweg in Deutschland.
Noch deutlicher zeigt sich der Wandel beim primär genutzten Empfangsweg (Einfachnennung): Für 31 Prozent der Haushalte ist TV-Streaming inzwischen der Hauptzugang zum Fernsehprogramm (2025: 25 %) und liegt damit erstmals vor Kabel (23 %), Satellit (22 %) und IPTV (19 %).
Streaming wird Mainstream, einfache Zugänge und Orientierung werden entscheidend
Die klassischen Einstiegshürden für TV-Streaming verlieren 2026 an Bedeutung. Der Anteil der Nicht-Nutzenden, die Streaming als „zu teuer“ empfinden, sank von 32 auf 23 Prozent. Sorgen um Internet-Stabilität sowie eine zu aufwendige Einrichtung gingen jeweils von 11 auf 4 Prozent zurück.
Zudem verliert das Argument, klassisches Fernsehen sei ausreichend, spürbar an Relevanz. Der Anteil sank von 45 auf 35 Prozent.
Erstmals nennen jedoch 10 Prozent der Nicht-Nutzenden die Vielzahl an Apps und Abos als Hürde. Die Herausforderung verschiebt sich damit erkennbar von technischen Fragen hin zur Orientierung in einem zunehmend fragmentierten Streaming-Markt.
Live-TV wächst, auch andere Online-Videoangebote legen zu
Auch im Jahr 2026 bleibt Live-TV ein fester Bestandteil der Mediennutzung, zunehmend jedoch über das Internet. Die Nutzung von Live-TV via Streaming steigt von 31 auf 36 Prozent. Innerhalb aller genutzten Internet-Videoangebote verzeichnet Live-TV via Streaming damit das stärkste Wachstum.
Insgesamt bleibt YouTube mit 59 Prozent das meistgenutzte Angebot für Bewegtbildinhalte im Internet (2025: 61%). Gleichzeitig gewinnen die Mediatheken der Sender weiter an Bedeutung und steigen von 48 auf 51 Prozent. Auch Video-on-Demand-Angebote legen leicht zu und erreichen 32 Prozent (2025: 29 %).
Das Vertrauen in lineares Fernsehen bleibt hoch: 76 Prozent der Befragten gehen davon aus, auch in fünf Jahren noch Live-TV zu nutzen.
TV-Streaming etabliert sich auf dem großen Bildschirm
TV-Streaming findet zunehmend auf dem großen Bildschirm statt: 67 Prozent der Befragten nutzen dafür einen Smart-TV. Das entspricht einem Plus von zwei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.
Die Nutzung anderer Geräte liegt weiterhin deutlich dahinter: 28 Prozent streamen über Laptop oder PC, ebenfalls 28 Prozent über das Smartphone und 23 Prozent über ein Tablet.
Damit festigt sich der Smart-TV klar als zentrales Gerät für TV-Streaming im Wohnzimmer.
Streaming wird flexibler und weniger an Anbieter gebunden
Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer setzen auf eine flexible Streaming-Nutzung: 28 Prozent geben an, Streaming-Dienste bewusst nur für einen begrenzten Zeitraum abzuschließen, etwa für einzelne Serien, Filme oder Sportevents (2025: 25 %).
Gleichzeitig bleibt der Preisdruck spürbar: 19 Prozent der Befragten haben im vergangenen Jahr ein Streaming-Abo aus finanziellen Gründen gekündigt. Nach einer Kündigung wechseln 43 Prozent zu günstigeren Angeboten, während 17 Prozent kostenlose Alternativen nutzen.
Trotzdem bleibt die Nutzung kostenpflichtiger Streaming-Angebote insgesamt stabil. Statt vollständig auf Streaming zu verzichten, wechseln viele Nutzerinnen und Nutzer häufiger zwischen Anbietern, Laufzeiten und Preismodellen.
Auch die Wechselbereitschaft bleibt hoch: Rund ein Viertel der Befragten kann sich vorstellen, innerhalb der nächsten zwölf Monate den TV-Anbieter zu wechseln. Gleichzeitig geben 32 Prozent keine klare Anbieterpräferenz an (2025: 29 %). www.zattoo.com
Tue, 19. May 2026
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