• UKW am Ende: Radio Bob und Radio Frankfurt wollen zahlreiche Frequenzen in Hessen aufgeben
    In Hessen steht der alte, analoge UKW-Hörfunk vor einer massiven Ausdünnung. Das geht aus dem Vorschlag für die Tagesordnung der Sitzung des Rechts- und Satzungsausschusses bei der Medienanstalt Hessen am Montag, 15. Juni 2026 hervor.

    Der Privatsender Radio Frankfurt will nur noch seine beiden Frequenzen in Frankfurt und Wiesbaden (beide auf 95,1 MHz) beibehalten und die Kanäle in Hanau (97,3 MHz), Bad Nauheim (90,7 MHz) und Darmstadt (100,8 MHz) aufgeben. Bereits zuvor hatte sich der Privatsender von Frequenzen in Mittelhessen und im Osten von Wiesbaden getrennt.

    Auch Radio Bob! plant einen größeren UKW-Rückzug und gibt zunächst die UKW-Frequenzen Hofgeismar (88,8 MHz), Eschwege (103,0 MHz), Rimberg (90,5 MHz), Alsfeld (101,5 MHz), Gießen/Dünsberg (92,6 MHz), Wetzlar (88,2 MHz) und Dieburg (99,5 MHz) auf. Parallel dazu soll das hessische Programmfenster künftig auch auf DAB+ ausgestrahlt werden.

    Die aktuelle wirtschaftliche Lage sorgt für Einsparmaßnahmen. Dort, wo das Digitalradio DAB+ bereits in ausreichender Qualität verfügbar ist, prüfen Programmveranstalter den Rückzug vom nicht mehr zeitgemäßen und teuren analogen Verbreitungsweg UKW. Zuletzt wurde bekannt, dass auch 94.3 RS2 UKW-Frequenzen in Brandenburg zurückgeben will.

    Den Netzbetreibern schmeckt das naturgemäß überhaupt nicht. Sie prüfen aktuell Modelle, den UKW-Hörfunk kostengünstiger und effizienter zu machen, damit Kunden länger über UKW senden. In der Politik dürfte man dagegen von der aktuellen Entwicklung erfreut sein. Schon lange strebt man einen Übergang vom analogen UKW auf digitale Verbreitung beim Radio an.


    Mon, 08. Jun 2026




SatelliFax jetzt Gratis!
  anmelden
  abmelden






SatelliFax-Feeds für Ihre Website und RSS-Feeds

   SatelliFax