• Digital vor UKW: Radioempfang in Bayern erreicht Wendepunkt
    Die Radionutzung in Bayern verlagert sich weiter in Richtung digitale Empfangswege. 2026 hören 48,1 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren in Bayern an einem durchschnittlichen Werktag Radio über digitale Empfangswege – und damit erstmals deutlich mehr als über UKW. DAB+ ist dabei wichtigster Treiber. Das sind erste Vorabergebnisse aus der Funkanalyse Bayern Hörfunk 2026 (FAB), die morgen auf den Lokalmedientagen in Nürnberg präsentiert werden.

    Dr. Thorsten Schmiege, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM): „Die Radionutzung in Bayern wird immer digitaler. Dieses Jahr ist ein Wendepunkt überschritten: Die digitale Radionutzung überholt 2026 UKW. Die Transformation schreitet also fort. DAB+ trägt wesentlich dazu bei. Das ist eine gute Nachricht – für die Sender und für die Menschen: Denn DAB+ bringt mehr Vielfalt und ein besseres Hörerlebnis bei geringeren Kosten.“

    53,2 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren in Bayern verfügen über Zugang zu mindestens einem DAB+-Empfangsgerät. Die DAB+-Tagesreichweite steigt 2026 auf 35,2 Prozent. Rund jeder Dritte nutzt also täglich DAB+.

    Zählt man die weiteren digitalen Empfangswege Webradio und Kabel/Satellit mit DAB+ zusammen, hören an einem Durchschnittstag 48,1 Prozent Radio digital. UKW kommt auf 45,2 Prozent (vgl. Grafik). Die ausschließliche UKW-Nutzung geht weiter deutlich zurück. Von allen Radiohörerinnen und -hörern an einem Durchschnittstag hören nur noch 36 Prozent ausschließlich über UKW.

    Die vollständigen Ergebnisse der Funkanalyse Bayern Hörfunk 2026 sind ab morgen Mittag auf www.blm.de zu finden.


    Tue, 23. Jun 2026




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